Die Boeing-Story
Shownotes
Es beginnt mit einem Ticket, das wie ein Flugdiplom aussieht: 1896 steigt der 14-jährige William E. Boeing in einen Heißluftballon – und entdeckt seine Leidenschaft. Sie wird ihn nie wieder loslassen. Mit seinem Vermögen aus dem Holzgeschäft finanziert der deutschstämmige Boeing sein Hobby: Er bewundert die ersten Flugmaschinen, lernt selbst fliegen, konstruiert mit einem Freund das erste eigene Flugzeug. Und erkennt das große Potenzial der Luftfahrt. Boeing gründet eine Firma und beliefert das amerikanische Militär. Nach dem Ersten Weltkrieg jedoch bricht die Nachfrage ein, das Unternehmen droht zu scheitern. Ein neuartiger Motor und das Postgeschäft helfen Boeing aus der Krise. Doch erst der Transport von Passagieren schafft die Grundlage für eine neue Ära der Luftfahrt. Wir sprechen in dieser Folge darüber, wie Boeings Familiengeschichte ihn prägt, er aus einem kleinen Bootshaus ein globales Unternehmen macht und warum er sich gekränkt aus diesem zurückzieht.
An dieser Folge haben mitgearbeitet: Redaktion: Tobias Gürtler, Anna Hönscheid Sounddesign: Fabian Livrée, Lukas Teppler Musik: Christian Heinemann Sprecher: Thomas Balou Martin Weitere Stimmen: Stefanie Brinkmann, Jana Castor, Leonard Dumke, Christian Heinemann, Alexander Möthe, Juliane Reyes Nova, Miryam Schkljar, Philip Wälter, Dominik Zubel
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Transkript anzeigen
00:00:08: Ranton, Washington.
00:00:10: Mai, nineteenhundertvierundfünfzig.
00:00:13: Mehr als achttausend Menschen sind dann diesem Nachmittag in die große Werkshalle von Boeing gekommen – zum Feiern!
00:00:21: Arbeiter stehen neben Ingenieuren, Familien neben Managern.
00:00:26: Kinder sitzen auf den Schultern ihrer Väter.
00:00:28: Die örtliche Highschool-Band heizt der Menge mit Märchen ein.
00:00:33: Dann um Punkt sechzehn Uhr Verstummt die Szenerie für einen Moment.
00:00:39: William Allen tritt auf die Bühne, der CEO von Boeing blickt stolz in die Menge.
00:00:46: Er setzt ans einem Loblied auf die freie Marktwirtschaft und mahnt dann doch zu Bescheidenheit.
00:00:54: Unsere Arbeit hat gerade erst begonnen.
00:00:57: Wir müssen das Flugzeug erst noch verkaufen sagt er.
00:01:02: Das Flugzeug, von dem er spricht ist der Grund der feierlichen Zusammenkunft.
00:01:07: Die Dash-AT ein Düsenverkehrsflugzeug, das die Luftfahrt für immer verändern soll.
00:01:13: Sechzehn Millionen Dollar hat das Unternehmen Boeing in seine Entwicklung gesteckt.
00:01:18: Achtzehn Monate lang haben die Ingenieure an ihm gewerkelt.
00:01:22: Nun ist der große Tag gekommen!
00:01:26: Bertha Boeing is dann diesem Tag Ehrengast.
00:01:30: Der Frau des Firmengründers gebührt es, das neue Flugzeug einzubeihen.
00:01:35: Als Allens Rede beendet ist, tritt sie nach vorn.
00:01:39: In der Hand hält sie eine Flasche Champagner.
00:01:42: Sie wartet einen Augenblick Dann hebt sie die Flaschen und ruft ... Ich taufe dich auf das Flugzeug von morgen!
00:01:52: Mit einem schnellen Schlag trifft die Flrasche den Rumpfer.
00:01:56: Die Menge tobt Während sich die gewaltigen Tore öffnen und die Dash-Aity
00:02:01: aus dem Schatten
00:02:02: der Halle in den Sonnenschein des späten Nachmittags hinausrollt.
00:02:07: Doch während Tausende hinter dem Flugzeug her nach draußen strömen, bleibt ein Mann andächtig sitzen.
00:02:15: William Boeing – seventy zwei Firmengründer Erhält einen Stock in der Hand, blickt stark auf das Flugzeug, während es langsam ins Freie rollt.
00:02:27: In seinen Augen stehen Tränen.
00:02:30: Sind es Träne des Stolzes?
00:02:32: Sind es Drähnen des Bedauerns?
00:02:35: Das weiß in diesem Moment nur William Boeing selbst.
00:02:39: Fest steht, wie seine Frau ist auch er an diesem Tag Ehrengast – nicht mehr und nicht weniger!
00:02:48: Die Entscheidung dieses Flugzeug zu bauen traf ein anderer.
00:02:52: Boeing selbst hatte sich bereits zwanzig Jahre zuvor aus der Luftfahrt zurückgezogen.
00:02:58: Und doch, auch das steht fest!
00:03:01: Die Dash-AT und all die Boeing Maschinen, die erfolgen werden hätte es ohne ihn nie gegeben.
00:03:13: Ja, an diesem Tag beginnt in der Luftfahrt tatsächlich eine neue Zeitrechnung und das ist bemerkenswert schon ob der Zeiträume.
00:03:21: Nur knapp fünfzig Jahre zuvor hatte es den ersten gelenkten Flug gegeben und jetzt fünfte Karten später war mit der Dash AT der Weg bereitet für ein Düsenflugzeug dass bald hunderte Passagiere über den ganzen Globus gefördern wird.
00:03:38: Ja, und das liegt vor allem an William Boeing.
00:03:40: Rückblickend war es für ihn sehr emotional zu sehen wie sich diese von ihm ja so starke prägte Industrie innerhalb nur einer Lebensspanne revolutioniert hatte.
00:03:49: deswegen die trennen aber er ist eben nur ihrem Gast.
00:03:54: Und dass auch eine der Kernfragen der Geschichte, die wir gleich erzählen wollen zum einen eben wie hat William Boeing das geschafft?
00:04:01: denn er hat wesentlich dazu beigetragen dass es soweit kam abgegeben, denn das was wir gerade gehört haben ist tatsächlich sein einziger Besuch bei dem Unternehmen in einer ganzen Dekade.
00:04:14: Ja und das wollen wir jetzt ergründen von Anfang bis Ende mein Name ist Anna Höhnscheidt
00:04:19: Und ich bin Tobias Gürtler.
00:04:21: willkommen zu Vivo History.
00:04:23: Pionierer der Weltwirtschaft.
00:04:47: ja zunächst mal vorweg unser großes Glück bei dieser Frage war dass die Quellenlage tatsächlich ziemlich gut ist, dass sich daran des Olim Buoyen sehr viele Briefe geschrieben hat unter anderem mit seinem Freund Conrad Westerwald, den wir später noch kennenlernen.
00:05:02: Seine Frau hat zu dem ausführlichen Tagebuch geschrieben und der Biograph David Williams, mit dem wir gesprochen haben – den werden Sie später auch noch ein paar Mal hören!
00:05:11: Der konnte im wahrsten Sinne des Wortes auf einen ganzen Truck voll an Unterlagen zurückgreifen, als er sein Buch recherchiert hat.
00:05:17: Wir fangen diesmal wieder ganz vorne an – sogar eine Generation früher!
00:05:21: Denn bevor William Boying selbst zu einer großen Figur der Luftfahrt wird, steht da erstmal sein Vater.
00:05:27: Denn ähnlich wie bei unserer Folge zu Heinz ist es genau genommen nicht William sondern sein Vater, der Preußen verlässt.
00:05:34: Er heißt ursprünglich Wilhelm Bögen und wird in Westphalen geboren.
00:05:39: Mit Anfang zwanzig wandert Boeing in die Vereinigten Staaten aus, das ist im Jahr eighteenhundert achtundsechzig.
00:05:46: Er stammt aus einer wohlhabenden Familie.
00:05:48: Geld bekommt er von seinem Vater aber nicht mit also schlägt er sich erst mal mit Gelegenheitsarbeiten durch also mit allem was eben so geht.
00:05:56: Ja und dann ändert sich plötzlich alles denn sein Vater in Deutschland verstirbt.
00:06:00: Wilhelm erbt viel Geld der Vater es ja sehr wohlhabend Und das reicht dass er plötzlich eine der vermögensten Männer in der ganzen Gegend wird
00:06:08: Und dieses Geld setzt er direkt ein.
00:06:11: Ein paar Jahre später gründet er sein eigenes Unternehmen im Holzgeschäft und steigt ziemlich schnell auf, er baut sich Schritt für Schritt ein richtiges Industrieimperium auf – und er heiratet die Österreicherin Marie!
00:06:23: In diese deutschsprachige Familie wird dann William Edward Bowling hineingeboren der eigentliche Protagonist unseres Podcasts, und zwar am ersten Oktober, in Detroit, Michigan.
00:06:36: Was interessant ist, sein Vorname ist von Anfang an schon amerikanisiert.
00:06:40: Sein Nachname auch.
00:06:41: Also es ist schon.
00:06:42: in der Geburtsurkunde steht der Name William Edward Bowling.
00:06:45: Familie und Freunde nennen ihn zunächst Bill in der Kindheit später weil nämlich der Sohn von William Bowling auch Bill heißt also William III sozusagen Und Wilhelm der Vater seinen Namen auch amerikanisch angeglichen hat wird's kompliziert.
00:07:01: Wir haben also drei Generationen von William Bowings in der Familie.
00:07:06: Das ist alles ein bisschen verwirrend, deswegen gibt es da einen Trick den übrigens auch Bowings Frau Bertha so angewendet hat.
00:07:12: Sie hat ihren Mann WAP genannt um ihn abzugrenzen von seinem Sohn und seinem Vater.
00:07:18: Und das ist eben einfach William Edward Bowing die Initialien zu einem Wort zusammengefügt.
00:07:23: Aber die Kindheit von Webb ist früh von Verlust geprägt.
00:07:27: In den vergangenen Jahren stürbt nämlich seinen Vater und da ist William erst acht Jahre alt.
00:07:32: Wilhelm wird nur zweiundvierzig und stirbt an den Folgen einer Influencer.
00:07:36: Trotzdem prägt er sein Sohn stark, den wir jetzt nachfolgend wieder William nennen – ich denke, die Verwirrung ist mit dem Tod des Vaters erstmal erledigt!
00:07:44: Das Vermögen sind etwa vier Millionen Dollar das Wille Helm seiner Familie in Tarnest.
00:07:51: Heute wären es ungefähr onehundertvierzig Millionen Dollar.
00:07:54: Das ist also unglaublich viel Geld für die Zeit und die Familie ist so wohlabend, dass der William Bowling ein sehr privilegiertes Leben genießen kann, das ist das eine aber der Vater prägt ihn auch noch auf ganz andere Weise wie das erzählt uns David Williams.
00:08:16: Ich glaube, Webb hat viel Zeit damit verbracht seine Erinnerung an seinen Vater gerecht zu werden.
00:08:22: Dem was er dachte das sein Vater von ihm erwartet hätte.
00:08:29: Sein Vater war eben nicht da um ihn durch seine Kindheit zu begleiten.
00:08:33: also hat der Zeit seines Lebens hart daran gearbeitet die Anerkennung des Vaters zu gewinnen den er in so jungen Jahren verloren hatte.
00:08:44: Unter anderem gibt der Vater Boring auch so etwas wie sein Lebensmotto mit auf den Weg, das ist ein Zitat von Goethe aus dem Werk Wilhelm Meisters Wanderjahre.
00:08:55: Da gibt es eine Szene wo die im Wald stehen und zusammen jagen und dann der Vater eben diese Weisheit auf den weggibt, die da folgendermaßen lautet.
00:09:06: Es ist nicht genug zu wissen man muss auch anwenden, es ist.
00:09:12: Ja, Zeitgenossen beschreiben den Vater so.
00:09:15: Im Geschäftsleben ist er ganz Amerikaner im Privatleben ganz Deutscher.
00:09:20: Zu Hause besteht er darauf, dass die Kinder Deutsch sprechen und auch nach deutschen Traditionen erzogen werden.
00:09:25: Und er mag die deutsche Literatur, Gürtel vor allem, ist auch ein Naturmensch – das hatte ich ja gerade auch schon erwähnt!
00:09:31: Er geht viel jagen, es fielen Wäldern unterwegs nicht nur um da Holz zu fällen und seinen Sohn prägt dieser Naturverbundenheit.
00:09:38: Sie wird später immer wieder an eine Rolle spielen in William Bowings
00:09:42: Leben.".
00:09:42: Ja, dann kommt direkt der nächste Schicksalsschlag.
00:09:44: im Oktober, October, ist stürbt auch noch Williams vierjährige Schwester Margaret ganz unerwartet.
00:09:51: Und das trifft William Bowing natürlich hart vor allem aber seine Mutter jedenfalls es das mehr überliefert denn die Stütze sind einer wirklich tiefe Depression.
00:10:01: Um dieser Depression zu empfliehen, geht es ja auf Anraten von Bekannten.
00:10:05: Ein paar Monate nach Kalifornien macht er Urlaub in einem Luxushotel.
00:10:09: Dauerhafte Hilfe bringt das aber nicht!
00:10:11: Sobald sie wieder zurück in Detroit ist, geht's ihr wieder ähnlich schlecht wie
00:10:14: zuvor.".
00:10:15: Ja, sie entscheidet sich schließlich dann für eine große Reise durch Europa mit ihrem Bruder Rudy zusammen und schickt William und seine Schwester Caroline, in Schweizer Internate.
00:10:27: Ja die beiden kommen in verschiedene Internate sind also nicht zusammen in der Schule.
00:10:31: William landet an einer sehr prästisch trächtigen Schule am Genfersee, die hatte zuvor unter anderem auch der Bankier JP Morgan besucht – ist also wirklich sehr renommiert!
00:10:42: Die Sprache ist für ihn immer schon mal kein Problem.
00:10:45: trotz Heimweh zu Hause in Detroit spricht die Familie ja bereits Deutsch.
00:10:50: im Internat findet er Unterricht auf Deutsch und Französisch statt.
00:10:54: dass er dort französisch lernt.
00:10:55: übrigens wird später auch nochmal wichtig werden in einer Szene.
00:10:59: Trotzdem ist er in dieser Zeit ziemlich einsam.
00:11:02: Er zieht sich immer mehr zurück, kann seine Mutter nicht wirklich erreichen schreibt nur ein paar Briefe hin und her mit dem Onkel.
00:11:08: die Jahre in der Schweiz sind für ihn hart.
00:11:11: Ja an dieser zeit formt sich dann eben auch viel von seinem späteren Charakter.
00:11:15: er gilt als sehr korrekt ja zurückhaltend und tut sich schwer eben mit lockeren Freundschaften.
00:11:21: eine Sache mit der sich die Zeit vertreibt es zum Beispiel das sammeln von Briefmarken.
00:11:24: sein onkel schickt ihm viele Postkarten aus den verschiedenen Zitat exotischen Ländern in Europa, die bereist werden.
00:11:32: Und die klebt Bill nachts immer sorgfältig in sein Briefmarkenalbum ein.
00:11:36: Das berattet ihm so'n bisschen Freude in den einsamen Stunden.
00:11:39: Ja und dann nimmt sich der Schulleiter eben dieses ruhigen und nachdenklichen Jung persönlich an.
00:11:44: Er bringt ihm zum Beispiel das Fotografieren bei und auch das Segeln.
00:11:48: Ja
00:11:49: Boote werden generell zu einem großen Hobby für Boeing Auch später den Weg zur Luftfahrt mittebnen.
00:11:54: Dieser Schulleitor wird ihn aber noch auf ne ganz andere Art nämlich indem er ihn mitnimmt zu einem ganz besonderen Ausflug.
00:12:06: Genf, am Ufer des Flusses Arff, Juni, eighteenhundertsechsundneutzig.
00:12:13: Brücken verbinden die weitläufigen Gelände der schweizerischen Nationalausstellung unter den Besuchern ein vierzehnjähriger Schüler namens William Boeing und es gibt viel zu sehen eine Nachbildung des Eifelturms etwa in dessen inneren Aufzüge auf- und abfahren.
00:12:34: In einem anderen Bereich liegt ein Vergnügungspark mit einer Wildwasserbahn und einem riesigen Karussell, der junge Boeing aber interessiert sich nur für die Gebäude, die der Wissenschaftt und Mechanik gewidmet sind bis er plötzlich etwas am Himmel beobachtet.
00:12:53: Farbenfroh
00:12:54: und mit etwa achtzehn Metern Durchmesser gewaltig.
00:12:58: Auf der Südseite des Flusses schwebt ein Ballon über ein nachgebautes Alpendorf.
00:13:05: Will hat schon von Ballons gehört, die Menschen tragen können.
00:13:09: Doch einen Echten hat er noch nie gesehen und der weiß sofort – da will er hinauf!
00:13:17: Am Startplatz erfährt er den Preis, zehn Fr.
00:13:20: Er zögert nicht lange.
00:13:23: Mr.
00:13:24: W.E.
00:13:24: Boeing ist Passagier.
00:13:26: bei Aufstieg Nr.
00:13:29: steht auf dem Ticket, dass einem Flugdiplom nachempfunden ist.
00:13:34: Dann hebt der Ballon ab und mit ihm Boeing!
00:13:39: Langsam steigt er auf in den Himmel über Genf.
00:13:43: Er sieht den Genfa-See und den berühmten Springbrunnen Gédot.
00:13:48: Irgendwann – auf etwa dreihundert Metern Höhe erfasst Wind den Ballon, der leicht zu schwingen beginnt.
00:13:55: Bill reagiert darauf nicht etwa ängstlich sondern begeistert.
00:14:00: Boeings Leidenschaft für das Fliegen ist an diesem Tag geweckt.
00:14:04: Und sie wird ihn nie mehr loslassen!
00:14:19: Und der liegt eben in der Luft.
00:14:20: Nur mit dem Fliegen ist es damals noch schwierig, Flugzeuge gibt es zu dieser Zeit ja noch gar nicht.
00:14:26: Kurz nach der Ballonfahrt kehrt William dann nach Detroit zurück und dort wartet schon die nächste große Wendung.
00:14:32: Denn während seiner Abwesenheit wird auf dem Land seines verstorbenen Vaters ein riesiges Eisenärztvorkommen entdeckt – und damit wird die Familie noch reicher!
00:14:48: für Technik.
00:14:49: Zur gleichen Zeit heiratet seine Mutter aber einen neuen Mann und mit dem kommt Bill überhaupt nicht klar, also Web – das wird wieder verwirrenden mit den vielen Williams!
00:15:00: Denn der stellt sich so ein bisschen als eine Hallunke raus, so nennt es jedenfalls der Biograph David Williams.
00:15:06: Ein Punkt ist der dass der Stiefvater die Steuern für die geerbten Waldgebiete nicht bezahlt, weswegen sie plötzlich zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben sind.
00:15:16: Das macht William Boeing extrem wütend.
00:15:19: Wut in Brandt bericht er sein Studium ab, reist an die Westküste entfernt sich örtlich von der Familie und fängt nochmal ganz bei Null an mit seinem eigenen Holzbau-Unternehmen nämlich.
00:15:33: By the way, Holzunternehmen kann diese riesigen Mengen von Baumaterial die dafür benötigt werden das alles wieder aufzubauen liefern.
00:15:47: Das macht ihn bis zu den reichsten Mann im Bundesstaat Washington.
00:15:52: Ja man kann sagen dieses verheerende Erdbeben so schlimm dass auch für die Leute in San Francisco war hat über Umwege am Ende die moderne Luftfahrt ermöglicht.
00:16:02: warum wenn wir gleich noch hören dieses neue Vermögen nämlich, erlaubt es William Bowling sich jetzt auch krossspieligen Hobbys zu widmen.
00:16:11: Nämlich dem Fliegen denn da hat sich inzwischen einiges getan.
00:16:14: Wenige Jahre zuvor nämlich, also in den letzten drei Jahren schaffen die Gebrüder Ride in Kitty Hawk die ersten dokumentierten gesteuerten und motorisierten Flüge der Welt in ihrem selbst gebauten Doppeldecker.
00:16:26: Der erste Flug von Orville-Ride dauert zwölf Sekunden und geht siebenund dreißig Meter weit.
00:16:31: Der entscheidende Punkt ist, die Rides lösen als erste das Problem der verlässlichen Steuerung.
00:16:36: Ja
00:16:37: also die Rids haben nicht das Flugzeug erfunden sondern sozusagen die Flugzeugsteuerung.
00:16:41: Das ist aber wirklich entscheidend!
00:16:43: Es ist so dass William Bourge zu dieser Zeit übrigens nach Seattle gezogen ist.
00:16:46: inzwischen in einem sehr wohlhabendes Viertel wird er mitglieden im University Club.
00:16:55: Treff von wohlhabenden Männern, bis heute sind da übrigens keine Frauen erlaubt.
00:16:58: David Williams war erst vor ein paar Wochen da, hat er erzählt.
00:17:01: Den gibt's immer noch.
00:17:03: William Boyings schätzt diesen Kontrast zwischen dem Raunenleben in den Holzfällercams am Tag und der Feingesellschaft abends.
00:17:11: Und Seattle ist sozusagen der Wendepunkt auch für seine Leidenschaft.
00:17:15: Denn hier auf einer Ausstellung wird ein großes motorisiertes Luftschiff ausgestellt.
00:17:21: Das ist im Juni.
00:17:23: Die ganze Stadt spricht darüber und ist begeistert.
00:17:26: Wir wissen nicht, ob William Bowling das selber gesehen hat?
00:17:29: Was wir wissen ist, die Begeisterung in der Stadt über dieses Luftschiff hat seine eigene Begeesterung wieder
00:17:35: entfacht.".
00:17:41: Rancho Domingues südlich von Los Angeles Januar Jahrzehnteunzehn Zeitungsreporter Militärs Abenteurer Sie alle sind gekommen um zu sehen was viele von ihnen noch nie zuvor mit eigenen Augen gesehen haben Flugzeuge.
00:18:00: Es ist das erste internationale Flugtreffen in den Vereinigten Staaten und jeden Tag strömen zwanzig Tausend Besucher hierher.
00:18:09: Zwischen den Zelten und Hangas stehen die Maschinen der Piloten, es sind Doppeldecker aus Holz und Stoff ihre Fahrwerke dünn- und hochbeinig.
00:18:18: ein Reporter beschreibt sie später als gigantische Insekten auf zerbrechlichen Beinen.
00:18:25: Unter den Besuchern ist auch William Bowing inzwischen achtundzwanzig Jahre alt.
00:18:31: Gemeinsam mit seinem Schwager und dessen Vater ist er aus dem Norden angereist, sie logieren im eleganten Castle Green Hotel in Pasadena.
00:18:41: Bowing hat sogar seinen Wagen aus Seattle kommen lassen einen Packard der per Eisenbahn hierher transportiert wurde.
00:18:49: Mit ihm fährt er jeden Morgen die forty-fünf Kilometer von seinem Luxus-Hotel hinaus zu Rancho Domingues.
00:18:55: Dort steht er nun am Rand des Flugfeldes und staunt, als der französische Flieger Louis Palan mit seiner Flugmaschine abhebt.
00:19:05: Und in den Himmel steigt!
00:19:08: Erst zieht Palan enge Kurven.
00:19:10: Dann lässt er die Maschine plötzlich absacken, stürzt scheinbar auf den Boden zu nur um im letzten Moment wieder hochzuziehen.
00:19:19: Boeing kann den Blick kaum abwenden... ...und fast einen Entschluss Er will selbst fliegen.
00:19:27: Noch am selben Tag versucht er, Louis-Poulain zu überreden ihn mitzunehmen.
00:19:32: Oui, Monsieur!
00:19:33: Er widert Poulain d'Emeur erst morgen.
00:19:38: Am nächsten Tag versucht Boeing es wieder Und am darauf folgenden vier Tage lang geht das so.
00:19:44: Immer wieder hört Boeing dieselbe Antwort D'Emer.
00:19:49: Eines abends schließlich verfolgt der den französischen Piloten.
00:19:52: bis in sein Hotel nach Los Angeles.
00:19:55: In der Palmen gesäumten Lobby spricht er ihn abermals an.
00:19:58: Diesmal in Polon's Muttersprache Französisch, das schmeichelt dem Franzosen.
00:20:05: Er sichert Boeing einmal mehr zu, ihn in seinem Flugzeug mitzunehmen – de main!
00:20:11: Diesmal aber klingt es für Boeing ganz so als würde er wirklich zu seinem Wort stehen.
00:20:17: Er verlässt das Hotel.
00:20:18: an diesem Abend voller Erwartung liegt die halbe Nacht wach vor Aufregung.
00:20:23: Am nächsten Morgen steigt Boeing in sein Packard auf zu Ranger Domingues, voller Vorfreude auf das was ihn heute hier erwarten soll.
00:20:33: Als er dort ankommt liegt noch Nebel über dem Flugfeld und etwas stimmt nicht.
00:20:41: Das Zelt des französischen Piloten ist verschwunden.
00:20:45: auch seine Flugmaschine ist fort.
00:20:48: von Louis Polan keine Spur.
00:20:55: Für Boeing ist das natürlich erstmal eine große Enttäuschung.
00:20:58: Ja, er kehr zurück nach Seattle ohne geflogen zu sein und wird mit sich zunächst wieder in seinem Holzgeschäft.
00:21:05: Aber das Interesse in der Fliegerei ist natürlich nicht verschwunden, sondern es ist sogar noch mal deutlich gewachsen.
00:21:11: Und dann kommt eine Begegnung die für alles weitere ziemlich wichtig wird.
00:21:15: Nämlich, und die beiden verstehen sich sofort gut!
00:21:26: Zwei Junggesellen beide Technik begeistert und beide segeln auch gern.
00:21:29: Ja und
00:21:30: beide interessieren sich für dieses neue Ding dass man da Flugmaschinen nennt?
00:21:40: Lake Washington, Seattle, Juli, nineteen Hundert vierzehn.
00:21:44: Sieben und zwanzig Grad ein wolkenloser Himmel kaum Wind!
00:21:49: Ein guter Tag.
00:21:50: um endlich einmal zu fliegen denken sich William Bowing und sein Freund George Conrad Westerwald Marine Ingenieur und Absolvent des MIT.
00:22:01: Kurz entschlossen fahren die beiden zum Lake Washington.
00:22:05: Es gäbe einen Mann, der hier am See gegen Bezahlung Flüge anbietet.
00:22:10: Hatte sich herumgesprochen und tatsächlich ... Der Mann ist dort!
00:22:15: Er heißt Tira Moroni wirkt wie eine Mischung aus Tüftler- und Marktscheier.
00:22:22: Er hat einen Doppeldeckerflieger dabei.
00:22:24: Erst am Vortag hatte er Schwimmer unter das Flugzeug montieren lassen damit er direkt vom Wasser starten kann.
00:22:32: Boeing & Westerwald stehen am Ufer und betrachten die Konstruktion.
00:22:37: Das Flugzeug wirkt improvisiert, Holz leisten mit Kleiderstoff bespannte Flügel dazwischen ein Gewürraus treten, dünn wie Klavierseiten.
00:22:48: Sie wollen es dennoch wagen Endlich fliegen.
00:22:53: Als Boeing an der Reihe ist reicht Maroni ihm eine Fliegerbrille.
00:22:58: Dann zeigt er wortlos auf einen Platz vorn in der Maschine.
00:23:02: Boeing muss auf der Vorderkante der unteren Tragfläche Platz nehmen.
00:23:07: Um nicht ins Wasser zu fallen, schlingt er den linken Arm um eine Strebe.
00:23:12: Mit dem rechten stützt er sich gegen die Flügelkante.
00:23:15: Seine Beine hängen frei über dem See.
00:23:19: Die Maschine setzt sich in Bewegung.
00:23:21: Zunächst gleitet sie über die Wasseroberfläche Dann
00:23:25: hebt
00:23:26: sich der Bug an und plötzlich ist der See meterweit unter ihnen.
00:23:32: In etwa dreihundert Metern Höhe legt Maroni eine Kurve ein.
00:23:37: Boeing erinnert sich später an diesen Moment, die Landschaft sei neben ihm weggekippt wie eine flache Bildplatte!
00:23:44: Welcher eine Erlebnis?
00:23:47: Nach einigen Minuten beginnt Maroney den Sinkflug.
00:23:50: Die Maschine gleitet zurück über den See und setzt wieder auf dem Wasser auf.
00:23:55: Als Boeing vom Flügel steigt ist sein Gesicht noch immer vom Fahrtwind gerötet.
00:24:01: Doch während die Begeisterung noch nachklingt, setzt bei ihm bereits ein anderer Gedanke ein.
00:24:08: Er betrachtet die Maschine noch einmal genauer.
00:24:11: Sein Freund Westerwerld steht daneben und mustert ebenfalls das Flugzeug.
00:24:17: Da ist nicht viel dran.
00:24:19: an der Maschine Flüstert ihn Boeing zu.
00:24:22: er lehnt sich leicht zurück.
00:24:24: Ich glaube wir beide könnten
00:24:28: eine
00:24:28: viel bessere bauen.
00:24:37: Ja dieser erste Flug als Passagier, das ist für Boeing natürlich was ganz Besonderes.
00:24:42: Er sagt später, dass hätte sich angefühlt, als würde er so einen alten Freund wiedersehen den er seit seiner Ballonfahrt in Genf fast zwanzig Jahre lang nicht gesehen hat.
00:24:52: Bevor ein Flugzeug bauen kann will Boeing aber erst mal fliegen lernen dann sonst bringt ihm das ja nicht viel.
00:24:57: er will vor allem selbst fliegen.
00:24:58: darum geht es ja Fliegen ist sein großes Hobby.
00:25:02: Boeing reist jetzt nach Los Angeles und besucht dort eine Flugschule, und danach kaufte sich sein erstes eigenes Flugzeug.
00:25:10: Die Martin Model TA kostet Zehntausend Dollar.
00:25:14: Zurück in Seattle, inzwischen kann er fliegen und ließ sich mit anderen Flugbegeistern zusammen gründet dort den Aero Club auf der Northwest eben so ne Art Klub von Gleichgesinnten.
00:25:25: Am vierundzwanzigsten August, am Neunzehntfünfzehn ist diese Gründung Und es geht diesem Club vor allem darum, die Luftfahrt auch bekannter zu machen und zu zeigen was sie denn für tolle Potenziale bietet.
00:25:36: Es gibt da eine sehr bemerkenswerte Anekdote.
00:25:39: das ist die Eröffnung von David Williams
00:25:41: Buch
00:25:42: und eines Zähnen, die viel aus sagt, denn im November nineteenhundfünfzehn in einer Guerilla Marketing-Aktion so würde man es heute nennen steuert William Boeing ein Flugzeug auf einen Footballfeld.
00:25:56: Da findet gerade ein großes Spiel statt der Washington Sun Dodgers gegen die California Golden Burst, das Stadion ist ausverkauft.
00:26:04: Die ganze Stadt ist quasi da und Boeing fliegt dann mit seinem Flugzeug nahe an die Zuschauerringe ran und lässt Bomben fallen.
00:26:12: jedenfalls sieht es so aus!
00:26:13: Es zeigt sich die Bomben beinhalten kein Sprengstoff sondern hunderte Pappkarten die auf die Menge herabfallen.
00:26:22: Ja interessante Aktion... Das
00:26:24: ist schon echt ziemlich...
00:26:26: Was auf diesen Karten ansteht, die den Leuten inzwischen beräugt sind und nicht wirklich bombardiert wurden ist folgendes.
00:26:34: Schutzt durch Bereitschaft dieser harmlose Karte in den Händen eines feindlichen Gegners hätte eine auf sie abgeworfene Bombe sein können.
00:26:42: Flugzeuge sind ihre Verteidigung!
00:26:51: Ist schon sehr speziell.
00:26:52: Ja,
00:26:52: eine Wärmeaktion die man heute so auf jeden Fall nicht mehr machen würde.
00:26:56: David Williams ordnet das folgendermaßen ein.
00:27:01: Diese Anekdote legt einiges offen über William Boeing einerseits und über die Luftfahrtindustrie zu der Zeit andererseits was sie vor allem über Boeing aussagt dass er als Amerikaner der ersten Generation unglaublich patriotisch war.
00:27:17: Natürlich liebte er auch sein Vaterland, liebde Deutschland und seine deutschen Verwandten aber er war zu hundert Prozent amerikaner und sehr patriotisch.
00:27:27: Und zu diesem Zeitpunkt war er der Meinung das Flugzeuge für das Militär sehr wertvoll seien wenn es das nur erkennen würde.
00:27:34: Er wollte also die Augen der US Army öffnen was wiederum zu einem anderen Thema führt.
00:27:40: Zu dieser Zeit gab es noch keinen Konzept für Luftpost, das gab kein Konzept fürs Passagierverkehr.
00:27:46: Und selbst innerhalb des Militärs wurde eben noch darüber diskutiert ob Flugzeuge als Waffe wirklich von Nutzen sein können.
00:27:54: Im US-Militär waren Flugzeige bislang vor allem Aufklärungsinstrumente.
00:27:59: Diese Geschichte zeigt also nicht nur William Boyings Leidenschaft für den Sport und seinen Land sondern auch dass noch niemand zurecht wusste wie man dieses neue Werkzeug einsetzen soll.
00:28:10: Vielleicht ging es den frühen Flugzeugbauern da ein bisschen wie später den Pionieren, die die ersten Computer entwickelt haben.
00:28:17: Da fragten sich die Leute auch – Es ist ein fantastisches Werkzeug aber was genau sollen wir damit anfangen?
00:28:27: Ein Geschäftsmodell gibt's noch nicht wirklich.
00:28:29: Erst mal muss man den Leuten noch erklären für was so'n Flugzeug überhaupt gut ist.
00:28:34: Bauen wäre das aber trotzdem.
00:28:36: Der eigentliche Beschleuniger kommt dann im Herbst, da verunglückt nämlich Boyings Martin T.A.
00:28:41: bei einer Landung auf dem Lake Washington und der ursprüngliche Flugzeugbauer also Martin weigert sich das Ersatzteil schnell zu liefern und vertröstet Boeing auf Monate.
00:28:53: Ja, der Flugzeugbau Martin hatte davor einen Ingenieur zu Boeing geschickt als es schon mal ein Defekt gab Und der war dann nie zurückgekommen, den hatte Bohrung einfach abgeworben.
00:29:02: Deswegen will Martin ihm jetzt ein Denkzettel verpassen – das lässt sich Bohrling aber nicht gefallen!
00:29:07: Er beschließt zusammen mit seinem Partner Westerwald.
00:29:10: Jetzt bauen wir mal wirklich einen Flugzeug statt hier zu warten und tatsächlich wird aus dieser wagen Idee am eigenes Flugzeug zu bauen.
00:29:17: Jetzt in diesem Moment ein konkreter
00:29:19: Plan.".
00:29:20: Das Modell nennen sie B&W nach ihren Initialen und jeder von beiden bekommt eins.
00:29:26: Gebaut werden die an einem Bootshaus am Lake Union.
00:29:29: Und dieses Gebäude wird später zur Ikone, schon bald kennt man es als Red Barn also die rote Scheune und von dort aus wächst in den Jahren danach immer mehr Produktionen drum herum und heute ist diese Scheune Teil eines Museums für Fluggeschichte.
00:29:43: Ja Ende neunzehntfünftien verliert Boringdon sein Partner Westerwald.
00:29:48: der wird von der Navy abgezogen und an die Ostküste verretzt.
00:29:51: Die beiden bleiben ihr ganz lebengute Freunde.
00:29:54: Deswegen haben wir auch so eine gute Quellenlage.
00:29:56: Danke noch mal!
00:29:57: Was Westerwelt aber macht, ist er gibt ihm direkt seinen Nachfolger mit.
00:30:02: Das ist der chinesische Ingenieur Wong Tzu ebenfalls am MIT ausgebildet.
00:30:07: Boing findet ihn toll und stellt ihn ein.
00:30:10: Er ist der erste Chef-Ingenieur von Boing.
00:30:12: Ja, irgendwann im Juni, ist es dann auch soweit.
00:30:16: William Bowling steuert zum ersten Mal sein erstes selbst gebautes Flugzeug persönlich über den Lake Union.
00:30:23: Wobei man sagen muss das hat er eben noch nicht morgen zuentwickelt.
00:30:27: Dieses erste Flugzeug war von Conrad Westerwald entwickelt und es war eher improvisiert auf jeden Fall eigentlich unbedingt ein Kunstwerk.
00:30:33: Es war inspiriert stark vom Martin Segelflugzeug dass Bowling gesessen hat.
00:30:37: Das hat man so ein bisschen nachgebaut Improvisiert, sag ich mal.
00:30:42: Denn das Fachpersonal also gab es ja auch noch gar nicht logischerweise die Leute die Boeing eingestellt hat um das Flugzeug zu bauen.
00:30:49: Die waren Bootsbauer, Schreiner oder Näherinnen.
00:30:52: Zu dem Zeitpunkt geht es Boeing gar nicht darum Flugzeuge zu verkaufen.
00:30:57: Es ist immer noch so ein Hobby und David Williams beschreibt das so
00:31:01: Boeing wollte einfach das bestmögliche Flugzeug bauen, für sich selbst.
00:31:05: Es ging ihm nicht um Rentabilität oder darum wie der Wert des fertigen Flugzeugs im Verhältnis zu dem Geld und der Zeitstand die er und sein Team hineinsteckten.
00:31:15: Er dachte sich, dass fliegen ist mein Hobby und ich möchte einfach nur das für mich bestmögliche Flugzeug
00:31:20: haben.".
00:31:21: Ja, das geht für das erste eigenentwickelte Flugzeug.
00:31:24: Also dass es mit Westerveld zusammen entstanden war.
00:31:27: Trotzdem in seinem neuen Chef-Engineer merkt er schon, da steckt mehr dahinter!
00:31:31: Das ist doch auch ein Geschäftsmodell – er macht ja immer mehr Werbung dafür.
00:31:35: Einen Monat später am fünften Juli, hierher gründet er dann die Pacific Aeroproduct Company mit einem Startkapital von zunächst eine Hunderttausend Dollar.
00:31:46: Kurz danach wird die Firma umbenannt In Boeing Airplane Company.
00:31:50: Vor dem Krieg ist das für William Bowling erst mal aber ein Verlustgeschäft oder sagen wir besser eine Investition.
00:31:57: Wirklich kaufen will Flugzeuge zu dieser Zeit kaum jemand und das ändert sich jetzt dann mit dem Krieг.
00:32:02: Wong-Tzu entwickelt das Model C, ein verbessertes Wasserflugzeug.
00:32:07: Ja und das ist sozusagen der erste geschäftliche Durchbruch für Bowling bzw.
00:32:11: Für Flugzeugen generell in Amerika.
00:32:14: Offenbar haben die Werbeaktionen, die Boeing veranstaltet hat.
00:32:17: Wir haben ja gerade von diesem bombigen Stunt gehört.
00:32:21: Verfangen?
00:32:22: Die Navy sieht inzwischen ein.
00:32:24: Ja wir brauchen auch Kampfflugzeuge.
00:32:26: Fünfzig Stück bestellt sie bei Boeing für insgesamt fünfhundertfünfundsebzigtausend Dollar.
00:32:32: Damit ist Boeing fest im Militärgeschäft angekommen und aus dem verlustreichen Experiment wird ein ernstzunehmender Lieferant.
00:32:42: Militärflugzeugen sind ein Geschäftsmodell, das irgendwann endlich ist.
00:32:46: Das ist die andere Seite der Geschichte?
00:32:48: Der Krieg endet irgendwann!
00:32:49: Ja dazu haben wir in so einem Kinder- und Jugendbuch einen ziemlich erstaunlich nüchternen Satz gefunden.
00:32:55: Der klingt fast wie eine kleine Lektion im amerikanischen Geschäftsdenken.
00:32:59: Ich zitiere das mal für einen Flugzeugbauer bedeutet Frieden nicht immer Wohlstand.
00:33:04: ja das klingt ein bisschen zynisch aber So ist es eben auch.
00:33:08: Ja, nach dem Ersten Weltkrieg rutscht die Boeing Airplane-Campagni nämlich in eine schwere Krise mit dem Waffenstillstand am elften November, und brechen die militärischen Aufträge praktisch über Nacht weg.
00:33:20: Und gleichzeitig wirft die Regierung eben die riesigen Bestände an Militärflugzeugen, die man nach dem Kriegsamt jetzt nicht mehr braucht zur Spottpreisen auf den zivilen Markt.
00:33:29: Wer also doch ein Flugzeug will, der kriegt eins billig.
00:33:32: Ja die Folge ist natürlich massiver Stellenabbau.
00:33:35: auf dem Höhepunkt des Kriegs hat Boeing etwa vierhundert Mitarbeiter und Ende nineteenhundertneunzeln sind davon nur noch ungefähr achtzig übrig.
00:33:43: Und jetzt beginnt eine Phase, die intern später the Heart Struggle heißt, also der harte Kampf.
00:33:49: Boeing will nicht aufgeben.
00:33:50: er glaubt immer noch an das Unternehmen um die Werkshallen offen zu lassen.
00:33:55: Weil er Bootsbauer, Schreiner und Näherinnen beschäftigt, lässt er sich jetzt eben Dinge bauen, die sie vorher auch gebaut
00:34:00: hatten.".
00:34:00: Ja und da entstehen dann Schlafzimmermöbel, Komoden, Ladentheken, Phonografengehäuse, Regenschirmständer und auch Boote – aber stabil wird das Geschäft dadurch nicht im Gegenteil!
00:34:12: Oft muss William Bowing die Löhne aus dem eigenen Vermögen zahlen oder persönliche Schecks ausschreiben nur damit der Betrieb überhaupt weiterläuft….
00:34:20: Ja, bis er dann im November.
00:34:23: Vor einer schicksalhaften Entscheidung steht.
00:34:27: Seattle, Oak Building, November.
00:34:32: Graue Wolken treiben an diesem Herbsttag über Seattle.
00:34:36: Regen
00:34:37: peitscht
00:34:37: gegen die Fensterfronten des größten Gebäudes der Stadt in dessen Elftenstock William Boeing sein Geschäftsitz hat.
00:34:46: Boeing sitzt hinter seinem Mahagonisch-Schreibtisch Die Tür öffnet sich und Geschäftsführer Edgar Gott tritt ein.
00:34:55: Unter dem Arm trägt er mehrere dicke Bücher, die Bilanzen der letzten Jahre.
00:35:01: Er legt sie auf dem Schreibtisch ab.
00:35:03: Dann schlägt er sie einzeln auf so dass Boeing die Zahlen lesen kann.
00:35:32: Aber zunächst will das keiner der beiden in Worte fassen.
00:35:36: Bis Geschäftsführer Gott, sein Chef eindrücklich anblickt und mit der Stille bricht.
00:35:42: Glauben Sie?
00:35:44: Wir sollten den Laden dicht machen!
00:35:47: Boeing schaut noch einmal auf die Zahlen.
00:35:49: Sein Blick wirkt müde.
00:35:52: Ich nehme die Bücher mit nach Hause und schaue sie mir noch einmal genauer an.
00:35:57: Morgen früh werde ich die Antwort auf ihre Frage
00:35:59: haben.".
00:36:02: Ja, und Boeing nimmt sich dann eben tatsächlich die Büchern mit nachhause, setzt sich abends nochmal hin, geht die Bilanzen durch aber es ändert sich nichts an der Faktenlage.
00:36:12: Je länger er sich damit beschöpftigt das zu klarer wird ihm.
00:36:15: So kann es nicht weitergehen.
00:36:17: Erfasst
00:36:17: also einen harten Entschluss.
00:36:18: am nächsten Morgen will er zur Fabrik fahren, ein Vorhängeschloss ans Tor hängen und den Schrotthändler rufen damit die Maschinen abgeholt werden?
00:36:26: Ja dass wir seine Gedankengänge so genau nachvollziehen können.
00:36:29: das liegt übrigens daran dass er viele Briefe schreibt und das zum Beispiel seinem Freund Conrad Resterwelt ausführlich erzählt diesen Moment.
00:36:39: Was er auch erzählt in seinem Brief an Westervelt ist, dass er sogar ein bisschen Erleichterung spürt.
00:36:45: Als er diesen Entschluss gefasst hat.
00:36:46: Er schläft also seelig ein.
00:36:48: Denkt sich vielleicht es besser den Traum jetzt zu beenden und ja... Es fällt ihm sozusagen erstmal einen Stein Vom Herzen.
00:36:57: Am nächsten Morgen wacht Boeing dann früh auf, das Haus ist still durch die Fenster fällt, graues Morgenlicht so beschreibt er es.
00:37:04: und diesmal denkt er an die Menschen in der Fabrik weniger an die Maschinen.
00:37:08: An diese kleine Gruppe, die ihn in den vergangenen Jahren mit ihm zusammen versucht hat Flugzeuge zu bauen.
00:37:13: und genau das scheint in diesem Moment den Ausschlag zu geben.
00:37:16: Ja
00:37:17: entscheidet sich nämlich um am nächsten Morgen.
00:37:23: Er konnte sie nicht einfach im Stich lassen, und ich denke das sagt viel über den Mann William Boing aus.
00:37:29: Nur um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben wie er und seine Frau mit den Mitarbeitern bei Boing umging.
00:37:35: Nachdem er und Bertha geheiratet hatten, kaufte Bertha Jahr für Jahr für jedes Kind jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters Weihnachtsgeschenke.
00:37:44: Sie hatte dafür eine Liste fast wie ein
00:37:46: Adressbuch.".
00:37:48: Jedes Jahr gab es ein neues schwarzes Buch mit einem festen Stoff-Einband und darin notierte sie die Namen aller Leute im Unternehmen, ob sie Kinder hatten und was sie jeweils für jedes Kind zu Weihnachten gekauft hatte.
00:38:01: Können Sie sich vorstellen dass heute jemand so etwas macht das die Ehefrau des Firmeninhabers personalisierte Weihnachtsgeschenke für die Kinder aller Mitarbeiter kauft?
00:38:11: Also, ja die Boings haben eine Menge Geld verdient aber sie waren gute Menschen.
00:38:16: Sie kümmerten sich um ihre Mitarbeiter und die war der Grund warum Web das Unternehmen damals eben doch nicht einfach schließen konnte trotz all den roten Zahlen.
00:38:27: Boing gilt er als eher reserviert es auf jeden Fall Schüchtern und keiner der gerne im Mittelpunkt steht Aber er weiß sehr genau wie wichtig loyale Mitarbeiter für seine Firma sind.
00:38:37: Ja,
00:38:38: und was das für seine Praxis als Unternehmer bedeutet haben wir ja gerade schon gehört.
00:38:43: Es gibt da noch ein paar andere Beispiele für seine Großzügigkeit gegenüber der Belegschaft.
00:38:48: Zum Beispiel im Dezember-Ninzentzehnzwanzig – da gibts dann eine große Weihnachtsfeier für die ganze Belegenschaft!
00:38:54: Und was wirklich ungewöhnlich ist für die damalige Zeit erzeit jedem einzelnen seiner Mitarbeiter einen großzügigen Weihnachtsbonus.
00:39:02: Jedenfalls, dass er damals nicht aufgibt, erweist sich als die richtige Entscheidung.
00:39:07: Nur wenige Tage später nämlich wendet sich das Blatt.
00:39:10: Boeing schließt einen Vertrag mit der US Army Air Service ab.
00:39:14: Der Auftrag lautet DH-IV Doppeldecker umzubauen.
00:39:18: Erstmal fünfzig Stück.
00:39:19: Die Maschine galt im Krieg als sogenannte fliegender Sarg, weil sie leicht in Brand gerät.
00:39:24: Boeings Ingenieure finden dafür aber eine Lösung – Sie tauschen den Kraftstofftank und das Cockpit des Piloten aus und senken damit das Brandrisiko.
00:39:32: Ja, das ist die große Trend bei Boeing.
00:39:36: Es werden später insgesamt dreihundert Stück von diesen Doppelteckern umgerüstet werden.
00:39:40: Zudem wird Boeing rund zweihundert einsetzige Kampfflugzeuge für die Armee bauen wird in diesem Bereich dann auch zum klaren Marktführer und der Name Boeing wird als Hersteller von Kampflugzeugen weit über Seattle hinaus bekannt.
00:39:56: Allerdings hat William Bourne gelernt, nach dem Ersten Weltkrieg war die Nachfrage für Kampfflugzeuge ja stark eingebrochen.
00:40:03: deswegen schafft er jetzt parallel schon mal ein weiteres Geschäftsfeld um vorbereitet zu sein wenn die Nachfragen nach den Kamp flugzeugens zurückgeht.
00:40:11: und das heißt Transport.
00:40:15: Die Transkontinentalen Luftpost-Routen, die vorher vom Postministerium betrieben wurden an private Anbieter vergeben.
00:40:23: Boeing bekommt den Zuschlag für die Hauptroute von San Francisco nach Chicago.
00:40:27: Für das neue Geschäftsfeld gründet er die Boeing Air Transport Company.
00:40:32: Innerhalb von sechs Monaten entstehen vierundzwanzig Maschinen für diese neue Fluglinie.
00:40:37: Insgesamt werden es später zwunachzig.
00:40:40: Was ganz entscheidend dabei wieder ist, ist die Leistung von Boing's Ingenieuren.
00:40:45: Warum genau das erklärt noch mal David Williams?
00:40:56: Jeder Regierungsvertrag in den Neunzehnten und Zwanzigerjahren verlangte, dass man einen Liberty-Motor im Flugzeug verwendet.
00:41:04: Diese Motoren waren wassergekühlt – deshalb es ein Kühler an Bord brauchte und man Wasser mitführen musste!
00:41:10: Inzwischen hatte aber einen Mann namens Frederick Rentschler zusammen mit dem Flugzeugmotorenunternehmen Pred and Whitney, ein luftgekühlten Motor entwickelt.
00:41:20: Dieser Motor genannt WASP, hatte die gleiche Leistung wie der Liberty.
00:41:25: Aber da man nun den Kühler das ganze Wasser und sämtliche Leitungen im Flugzeug weglassen konnte waren Flugzeuge mit diesem Motor hunderte Pfund leichter als die mit dem Liberty-Motor.
00:41:36: William Bowing ging damals also ein großes Risiko ein.
00:41:39: Er sagte, gut ich werde Flugzeuge bauen die nicht den Liberty Motor verwenden sondern den WASP-Motor.
00:41:46: Meine Flugzeige werden dadurch viel leichter sein und deshalb alle Flugzeugen mit wassergekühlten Motoren übertreffen.
00:41:52: Und auch wenn wir die Vertragsspezifikation der Regierung dann nicht ganz erfüllen wird sie unsere Flugzeugel kaufen sobald Sie sieht wie hervorragend sie funktionieren.
00:42:01: Und genau das ist im Wesentlichen passiert.
00:42:04: Seine Wette ist aufgegangen.
00:42:06: Hinzu kommt Dadurch, dass Boeings Flugzeuge ab da keinen Kühler und kein Wasser mehr mitführen mussten, hatten sie mehr Raum für mehr Fracht oder eben für Passagiere.
00:42:16: Mit der Zeit hat Boeing immer mehr und immer längere Strecken angeboten die Flugreisen reizvoll machten – und irgendwann wurde der Passagierverkehr bedeutender als der Luftpostverkehr.
00:42:27: Letztlich war es also der Wechsel vom Wassergekühlten zum luftgeküllten Motor, der der ganzen Branche ermöglicht hat sich neu auszurichten immer mehr Passagierverkehr
00:42:37: möglich
00:42:38: machte.
00:42:42: Immer mehr Passageere buchen einen der zwei Plätze auf der Strecke zwischen San Francisco und Chicago, das ermutigt Boeing größere Flugzeuge zu bauen die mehr Komfort für Reisende bieten.
00:43:06: Boeing hat jetzt also nicht mehr nur ein Flugzeuggeschäft, er baut sich Schritt für Schritt ein ganzes Luftverkehrs-Imperium auf.
00:43:13: Mit anderen Worten aus dem Mann der seine Fabrik eben noch zusperren wollte wird in wenigen Jahren ein Unternehmer, der nicht nur Flugzeuge baut sondern auch den Markt dafür gleich mit erschafft.
00:43:24: Ein Feld südlich von Seattle Juli-Ninzehnhundertundzwanzig.
00:43:34: Schon Stunden vor Beginn der Zeremonie strömen Menschen herbei Familien Geschäftsleute, Arbeiter, neugierige Besucher.
00:43:43: Es sind Zehntausende die an diesem Nachmittag zur Eröffnung
00:43:47: kommen.
00:43:48: Um fünfzehn
00:43:49: Uhr beginnt die Kapelle des Seattle Police Department
00:43:52: zu spielen.
00:43:53: Patriotische
00:43:54: Merche heilen über das Flugfeld.
00:43:57: Als das letzte Stück endet wird die amerikanische Flagge gehisst.
00:44:02: Die Menge verstummt.
00:44:03: dann erklingt die Nationalhymne.
00:44:06: Neben
00:44:07: dem Rednerpult steht eine Bronzeplakette verdeckt von einer weiteren
00:44:11: kleinen
00:44:11: amerikanischen Flagge.
00:44:13: Die Aufgabe, sie zu enthüllen hat ein fünfjähriger Junge William Bowen Jr.
00:44:21: Der kleine Bill steht auf dem Podium neben den Erwachsenen Auf.
00:44:25: ein Zeichen zieht er an der Schnur und die Flagge gleitet zur Seite.
00:44:30: Darunter erscheint die Inschrift der Bronzeplatte, die den Flughafen offiziell benannt.
00:44:36: Bowing fiel.
00:44:38: William Boeing Senior steht am Rednerpult.
00:44:41: Er spricht selten und ungern vom Menschenmengen, doch an diesem Nachmittag kann er nicht anders.
00:44:49: Boeing blickt über das Flugfeld, die Menge, die Flugzeuge, die Hangars.
00:44:55: Dann zieht der ein Papier aus seiner Schakettasche, falte es auseinander und beginnt nervös zu sprechen.
00:45:03: Dieser Tag ist vermutlich der glücklichste meines Lebens!
00:45:08: Es erfüllt mich mit ungeheurem Stolz so geirrt zu werden, setzt er an.
00:45:14: Es ist die größtmögliche Belohnung, die ich für meinen Glauben an die Luftfahrt erhalten
00:45:20: konnte.".
00:45:22: Er dankte den Mitarbeitern der Boeing Airplane Company den Kollegen und Unterstützern, die das Unternehmen aufgebaut haben.
00:45:30: Die Boeing Airplan Company war unser neugeborenes Baby, fährt er fort.
00:45:38: Es gab eine Zeit, in der es trotz väterlicher Fürsorge nicht gut lief.
00:45:43: Es war eben ein sehr ... schmerzgeplacktes Baby!
00:45:47: In den ersten Jahren wollte kaum jemand Flugzeuge kaufen.
00:45:51: Die Nahrung um unseren Sprössling zu ernähren blieb aus – es schien hoffnungslos.
00:45:58: Boeing hält inne wieder Blickte über das Flugfeld, die hier versammelt sind.
00:46:05: und über die begeisterte Menschenmasse.
00:46:09: Dann schließt er seine Analogie mit den Worten, jetzt ist es ein gesundes Kind geworden!
00:46:21: Ja ... Die Eröffnung von Boeing fehlt für William Boeing sehr emotional, wie wir gerade gehört haben.
00:46:28: Insgesamt gibt's tatsächlich von William Boeing was ich ganz interessant finde.
00:46:31: Es gibt nur zwei öffentliche Reden in seinem ganzen Leben, die übermittelt sind.
00:46:35: Das ist eine davon.
00:46:37: Hinter der Eröffnung steckt aber auch ein ganz praktisches Problem.
00:46:41: Ja, denn bis dahin baut Boeing vor allem Wasserflugzeuge die wie der Name ja schon sagt direkt vom Wasser aus starten können.
00:46:48: bei Landflugzeugen wird das umständlich.
00:46:50: Um neue Maschinen zu testen müssen sie bis dahinn nämlich zur entfernten Wiesen gebracht werden.
00:46:56: Die Einzelteile werden da hingefahren vor Ort zusammengebaut, dann testgeflogen anschließend wieder zerlegt und zurück ins Werk gebracht.
00:47:03: Das ist natürlich sehr umständlich.
00:47:06: Ein eigenes Flugfeld in der Nähe des Werkes vereinfacht das
00:47:09: deutlich.".
00:47:10: Und obwohl der Flughafen nie Boeing selbst gehört bleibt sein Name bis heute daran hängen.
00:47:16: Ja, gleichzeitig beginnt damit ein neues Kapitel.
00:47:19: Denn Fliegen wird zu dieser Zeit immer günstiger und für immer mehr Menschen erschwinglich.
00:47:23: Das sieht man zum Beispiel an drei motorigen Doppeldecker der im August nineteenhundertundzwanzig kommt.
00:47:29: Erst können zwölf Passagiere mit fliegen später dann achtzehn.
00:47:33: Die Passagierkabine hat heißes und kaltes Wasser eine Toilette Luftventilatoren Und jeder der Plätze verfügt über Lesellampen.
00:47:40: Je mehr Passagiere mitfliegen, desto klarer wird dann auch.
00:47:44: Man braucht Personal, dass sich um sie
00:47:46: kümmert.".
00:47:46: Ja und da kommt eine weitere Innovation von William Boeing ins Spiel.
00:47:50: Denn während europäische Fluglinien Männer beschäftigen, um die Passagierungen zu kümmern stellt er Frauen ein – nämlich Krankenschwestern!
00:47:58: Und das sind die ersten Stürdessen
00:47:59: bzw.,
00:48:00: wie man es heute eher sagt, Flugbegleiterinnen.
00:48:02: Parallel
00:48:03: zu den ganzen Fluglinen wächst der Konzern Auch in anderen Bereichen immer weiter.
00:48:08: Anfang neunzehnundzwanzig kauft Boeing ein Flugzeughersteller in Wisconsin dazu, im Sommer kommt in Vancouver noch eine kanadische Tochter dazu?
00:48:17: Für all diese Beteiligung entsteht dann eine Dachrolding die United Aircraft Corporation.
00:48:23: Ja und unter diesem Dach landen bald noch weitere Firmen, darunter viele Zulieferer.
00:48:28: Andere Flugzeughersteller und auch Airlines die inzwischen vier Fluglinien werden nineteenhundertdreißig unter United Airlines zusammengefasst.
00:48:36: das ist bis heute eine der größten Fluggesellschaften der Welt.
00:48:40: ja und inzwischen hat William Boringblood geleckt.
00:48:42: er sieht da ein riesengeschäftspotenzial und er formuliert eine interessante Vision für die eigene Branche.
00:48:49: Vieles verweckt nimmt, was in den folgenden Jahrzehnten passieren wird.
00:48:52: Und zwar im Gasbeitrag für die Yale Scientific Review.
00:48:58: Dort schreibt er – Zitat So kommt es den Flugzeugherstellern zu weiter auf das Ziel hinzuarbeiten ein Flugzeug zu bauen da so viele Passagiere wie möglich mit maximaler Geschwindigkeit und Profitabel transportieren kann.
00:49:13: Das ist ziemlich nüchtern formuliert aber im Kern beschreibt bis heute das Prinzip der ganzen
00:49:18: Branche.
00:49:19: Ja, das Problem ist nur während Technik und Geschäft immer weiter wachsen, wächst auch die Marktmach dieses Boeing-Konglomerats.
00:49:27: Und genau das bringt das ganze Konstrukt jetzt zu Fallen!
00:49:33: Der Hintergrund ist ein politischer.
00:49:36: William Bowing ist Republikaner – auch eng mit der Partei verbandelt.
00:49:40: Bis jetzt war die komplette Aufstiegsgeschichte, also seit Anfang der zwanzig Jahre von republikanischen Präsidenten begleitet worden.
00:49:48: Im Jahr neunzehntdreißig kommt mit Franklin D. Roosevelt aber ein Demokrat ins weiße Haus und das bringt weit reichende Änderungen mit sich.
00:49:59: David Williams erklärt es ganz so.
00:50:01: Was damals passiert, ist die amerikanischste Sache, die man sich vorstellen kann.
00:50:09: Kurz gesagt eine politische Partei übernimmt die Macht von der anderen und alles was die andere Partei davor getan hat gilt jetzt als falsch und böse.
00:50:19: also lasst sie uns vor Gericht stellen.
00:50:22: Boeing war ein überzeugter Republikaner und die Republikana glaubten sehr stark an nicht Einmischung des Staates.
00:50:30: Laissez-Faire war der Begriff, der in den neunzehnzehner und frühen zwanziger Jahren verwendet wurde.
00:50:37: Die US Wirtschaft boomte unter dieser Devise bis zum Oktober neunzentundzwanzig als der Aktienmarkt zusammenbrach.
00:50:45: In der Folge sah sich die republikanische Partei mit hoher Arbeitslosigkeit und Armut konfrontiert und tat nichts um dem amerikanischen Volk zu helfen.
00:50:56: Das führte zu einer starken Gegenreaktion gegen die dirigen reichen Republikaner, wie die Demokraten es formulierten.
00:51:04: Als die Demokraten dann unter Roosevelt an die Macht kamen, wollten sie deshalb sofort einige der aus ihrer Sicht bösen Reichen-Republikanern als Schuldige an den Pranger stellen und William Boeing war eben einer dieser Namen auf dieser Liste.
00:51:24: kommen wir jetzt zu dem Wendepunkt, der für William Bowling alles verändert.
00:51:29: Er muss vor Gericht aussagen.
00:51:31: Offiziell geht es um den Verdacht des Luftpostverträge unter der vorherigen republikanischen Regierung von Hoover unlaute vergeben worden sein.
00:51:40: Tatsächlich geht es dem Senator, der ihn befragt aber, um ganz andere Themen.
00:51:47: Washington DC.
00:51:48: Senatsgebäude.
00:51:50: Raum-Dreihundert-Siebenundfünfzig Februar-Ninzehnhundert-Vierunddreißig Um zehn Uhr dreißig betritt William Boeing den Anhörungssaal.
00:51:59: Vorne sitzt ein Gremium aus fünf Senatoren hinter einem langen Tisch In ihrer Mitte, Senator Hugo Black aus Alabama.
00:52:09: Kurz bevor die Anhörung beginnt, beugt er sich zu einem seiner Mitarbeiter hinüber Sagt den Jungs von der Presse sie sollen hereinkommen Die Show fängt gleich an!
00:52:21: Senator Black lehnt sich zurück.
00:52:23: In der Hand hält er eine Zigarre, die er langsam raucht während er seine Fragen vorbereitet.
00:52:29: Ruh im Saal bitte!
00:52:32: ruft er dann aus.
00:52:34: William Boeing sitzt jetzt an einem kleinen Mahagonitisch.
00:52:38: vor ihm liegen einige gestapelte Unterlagen.
00:52:41: Er wird nervös mitgenommen.
00:52:44: Boeing war nie ein Mann für große öffentliche Reden.
00:52:48: An diesem Morgen aber ist es umso weniger.
00:52:52: Seinen Anwälten ist es nicht gestattet, sich zu ihm an den Tisch zu setzen.
00:52:57: Sie hatten ihm im Voraus geraten, Waage unverbindliche Antworten zu
00:53:01: geben.".
00:53:03: Dann legt der Senator los.
00:53:05: Sein Interesse gilt offen kundig eher Bowings persönlichem Vermögen als seinen Luftpostverträgen.
00:53:13: wurde die Boeing Air Transport nicht so organisiert, dass sie viertausend dreihundertneunzehn Stamm-Aktien zu einem Preis von sechs Cent pro Aktie erhielten.
00:53:23: Was eine Gesamtzahlung von zweihundert neunundfünfzig Dollar vierzehn entsprach?
00:53:30: Boeing beugt sich über seine Unterlagen, blättert nervös.
00:53:35: Das ist nicht ganz richtig, erwidert der!
00:53:38: Tatsächlich hat Boeing im Laufe der Jahre mehr als eine Million Dollar seines Privatvermögens in sein Luftfahrt-Unternehmen investiert.
00:53:47: Doch Black geht darauf nicht ein!
00:53:50: Sie haben am zweiten März, nineteenhundertzehnundzwanzig insgesamt viertausend dreihundertneunzehn Stammaktien für zweihundert neunundfünfzig dollar vierzehn erhalten.
00:54:02: Nicht wahr?
00:54:04: Boeing hebt den Blick.
00:54:06: Ja Sir Black nickt kurz.
00:54:09: Dann stellt er die nächste Frage.
00:54:11: Ich frage sie nun Ist es nicht eine Tatsache, dass Sie für diese Investition von zweihundertneunundfünfzigdollar vierzehn im Austausch vierundfünftigtausend neunhundertseinhalbzig Aktien der United Aircraft und Transport Corporation erhielten?
00:54:30: Ja, Sir!
00:54:32: Black lehnt sich vor.
00:54:34: Sie wissen, dass diese Aktie auf onehundertsechzig Dollar pro Aktie stieg?
00:54:40: Jasser.
00:54:42: Black schaut kurz zu den Reportern im Raum.
00:54:45: Dann stellt er seine letzte Frage Gut Was war der Gesamtwert dieser Aktien als sie einhundertzechzig dollar erreichten?
00:54:58: Boeing schaut auf seine Unterlagen.
00:55:02: Die hier eingereichten Zahlen besagen, dass es ... Einen Moment ist das Stürre.
00:55:13: Dann springen mehrere Reporter gleichzeitig auf.
00:55:16: Stühle rutschen über den Boden!
00:55:18: Boeing versucht sich zu erklären.
00:55:21: Luftfahrt ist
00:55:22: eine
00:55:22: neue Sache?
00:55:24: Stottert er.
00:55:25: Ich finde, dass die Männer, die das Risiko eingegangen sind und zur Entwicklung beigetragen haben, eine Entlohnung verdienen.
00:55:34: Doch es ist zu wenig – und zu spät!
00:55:38: Als die Anhörung endet hat sich die Geschichte bereits verselbstständigt.
00:55:43: Zeitungen im ganzen Land berichten über Bauingsmillionen-Profit und den gierigen William Boeing Auch in seiner Heimatstadt Seattle.
00:55:58: Für den zu diesem Zeitpunkt dreiundfünfzigjährigen William Boeing ist es alles eine persönliche Demütigung, er spricht später von der Black Inquisition.
00:56:07: Und obwohl die Untersuchung am Ende kein illegales Handeln bei den Konzernchefs oder dem ehemaligen Postminister nachweisen kann hat sie drastische Konsequenzen und die Folgen gehen weit über Boeings gekränkten Stolz hinaus Denn diese Marktmacht, die Boeing da aufgebaut hat ist aus Sicht der US-Regierung inzwischen so groß dass sie als nationales Risiko gilt.
00:56:28: Präsident Roosevelt will das ändern.
00:56:30: Das ist die offizielle Version und tatsächlich geht es vermutlich weniger um Monopolfragen eben mehr um diesen politischen Hintergrund den wir vorhin besprochen haben.
00:56:40: Jedenfalls im Jahr fournunddreißig verabschiedet der Kongress ein neues Gesetz.
00:56:46: Und der besankt unter anderem, dass Flugzeug- und Motorenhersteller nicht länger an Fluglinien beteiligt sein dürfen.
00:56:53: Genau das trifft Boehrings Firmenkonstrukt natürlich ins Markt.
00:56:57: Am sechsenzwanzigsten September neunzehnhundertvierunddreißig wird die Boeing Aircraft Company zu einem eigenständigen Unternehmen.
00:57:04: Das Flugzeuggeschäft ist jetzt getrennt von Boeing Air Transport und daraus wird schließlich die eigenständige United Airlines.
00:57:12: Der Konzern wird also zerschlagen
00:57:14: Und William Boeing zieht daraus eine radikale Konsequenz.
00:57:18: Er verkauft alle Aktien, die er noch besitzt, steigt komplett aus dem Unternehmen aus.
00:57:23: Aus seiner Sicht ist das Ganze natürlich total ungerecht.
00:57:25: Er ärgert sich darüber, dass er sein privates Vermögen in den Aufbau dieses Unternehmens gesteckt hat, das Risiko getragen ein funktionierendes Luftverkehrsnetz aufgebaut hat und kaum beginnt das ganze jetzt richtig Geld abzuwerfen wird der Konzern von der Regierung zerlegt.
00:57:42: Das ist zu viel für William Bowen.
00:57:44: Tatsächlich ist er auch in seiner Heimatstadt Ziertel, in seinen Zwischenwahl-Heimatstadt-Ziertel im Verruf geraten überall, sprich man nur noch über den vermeintlich gierigen Manager William Bowing.
00:57:55: Deswegen zieht er sich zurück nicht nur aus der Luft fahren sondern auch aus der Öffentlichkeit.
00:58:00: Er sagt, er werde die Entwicklung von Bowing in Zukunft als Zitat begeisterter und interessierter Beobachter von der Seitenlinie
00:58:08: verfolgen.".
00:58:09: Ja und das ist schon besonders, da zieht sich eben genau derjenige aus der Branche zurück die er entscheidend mit aufgebaut hat.
00:58:16: Ja wobei er jenseits dieser Öffentlichkeit trotzdem noch irgendwie involviert bleibt wie das erklärt uns David Williams.
00:58:27: William Boeing hat sich nicht so vollständig von der Firma getrennt wie viele Leute glauben.
00:58:33: Kurz bevor er ging war er maßgeblich an der Gründung einer Bank in Seattle beteiligt.
00:58:38: Dadurch wurde er Vorsitzender und Treuhänder.
00:58:41: Und dann finanzierte diese Bank alle zukünftigen Projekte von Boeing.
00:58:47: Also nein, er hielt keine Aktien mehr!
00:58:49: Er war nicht mehr dort – zumindest nicht in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg.
00:58:53: Er lief nicht mehr durch die Werkshallen.
00:58:55: Aber wenn Boeing das Unternehmen etwas tun wollte, musste es Aktien ausgeben.
00:59:01: Und wer diese Aktien ausgeab, war die Bank — die Boeing der Mann
00:59:05: leitete.".
00:59:07: Er traf also nicht unbedingt die Entscheidungen selbst, aber wenn die Firma Geld für die Entwicklung eines neuen Flugzeugs brauchte musste sie sich im Grunde an ihn und seine Bank wenden.
00:59:19: Ja
00:59:22: ganz trennen und das komplett in andere Hände geben konnte er dann eben doch nicht.
00:59:27: es war eben sein Herzensunternehmen.
00:59:30: Boeing startet aber auch nochmal neu durch, diesmal mit Vollblutpferden.
00:59:34: Er züchtet edle Rennpferde auf einer großen Ranch und die Tiere starten bei wichtigen Rennen im ganzen Land.
00:59:40: Im Grunde beginnt für ihn damit noch mal eine zweite erfolgreiche Karriere.
00:59:44: Ja!
00:59:44: Und im zweiten Weg tauchte er dann auch nochmal wirklich beim Boeing vor Ort auf nämlich als Chefberater.
00:59:50: Das ist ganz interessant weil das alles sehr klar und sehr eindeutig protokolliert ist was da so passiert.
00:59:55: und in diesem Protokollen taucht immer William Bowling aus bis er sich ihm zurückzieht.
01:00:01: Dann ist er neun Jahre lang komplett weg, taucht nicht mehr an den Protokollen auf, bis der zweite Weltkrieg kommt.
01:00:08: Da ist er plötzlich wieder sehr aktiv und nimmt ein Meetings-Zeil, inspiziert Flugzeuge läuft durch die Hallen, spricht mit den Arbeitern all das auch seine Frau beschreibt in den Tagebüchern immer wie er jeden Morgen da in die Fabrik fährt.
01:00:20: was ganz entscheidend aber ist... Er isst unengeltig bei bohring tätig, er nimmt keinen Cent mehr an.
01:00:26: Zu sehr wirkte die Kränkung der Darstellung als gieriger Manager eben noch nach.
01:00:31: Ja und in den vierziger Jahren widmet er sich dann auch zunehmend der Rinderzucht, in der Nähe von Seattle kaufte eine rund zweihundert Tektar große Farm, vergrößert sie innerhalb kurzer Zeit und macht sich auf diesem Gebiet einen Namen.
01:00:44: David Williams erzählt uns wie Boeing zu dieser Zeit lebt.
01:00:50: Er hatte zu diesem Zeitpunkt in seinem Leben zwei neue Leidenschaften, die die Luftfahrt überwohlten.
01:00:56: Die eine war die Zeit auf der Yacht Tekkenight – Kreuzfahrten viel Angeln.
01:01:01: Die Yacht war sein absoluter Lieblingsort.
01:01:04: Er liebte es seine Familie mitzunehmen und die Küste zwischen Ziertel und Alaska auf- und abzufahren.
01:01:13: Und dann war da noch seine Farm.
01:01:15: Während des Zweiten Weltkriegs verkaufte er das große schöne Haus, dass er in Ziertel hatte.
01:01:21: Da hatte einfach das Gefühl, dass es ein zu offensichtliches Ziel war.
01:01:25: Also zog er hinauf ins Kaskadengebirge und kaufte dort einen Bauernhof – und er arbeitete tatsächlich sehr gern auf dem
01:01:33: Hof.".
01:01:36: Allerletzter Besuch bei Boring ist dann in der Taufe der Dash-Aity durch seine Frau Börther.
01:01:44: Das, also was wir zum Einstieg dieser Frage gehört haben, der Termin ist ein bisschen historischer Rahmen auch für all das, was in der Zwischenzeit passiert ist.
01:01:54: Denn Börtha hatte das aller erste Postflugzeug damals auch getauft.
01:01:58: Übrigens nicht mit Champagner sondern mit Orangensaft damals – das war Prohibitionszeit!
01:02:03: Das damals war der Moment gewesen, sehr die profitable Zivilluftfahrt begründet hatte.
01:02:08: Jetzt mit der Taufe der Dash-AT beginnt das moderne Chat-Zeitalter und zwar deswegen weil die Dash-At später auch die Grundlage sein wird für die Boeing seven zero sieben Amerikas ersten erfolgreichen Passagierjet der die Luftfahrt
01:02:27: Das erlebt William Bowling allerdings nicht mehr mit, nämlich zwei Jahre nach der Taufe der Dish-Eighty stirbt er im Alter von seventy vier Jahren auf seiner Yacht.
01:02:36: Was ist nun das Erbe von William Bowing?
01:02:39: Was ist die Legende, die er hinterlässt?
01:02:42: David Williams formuliert es so...
01:02:46: Vor William Boeing, vor United Airlines, vor der Dash-Achtzig aus der die Boeing seven zero sieben wurde war die Welt eine andere.
01:02:55: Wenn ich in den neunzehnzehn Jahren von Seattle nach Europa gewollt hätte, hätte ich ungefähr einen Monat gebraucht um dorthin zu gelangen weil man mehr Züge quer durchs Land nehmen musste.
01:03:05: dann wäre man auf ein Dampfschiff gestiegen in irgendeim Hafen angekommen und anschließend wieder mit Zügen quer durch Europa weiter gereist.
01:03:13: Ich meine, es dauerte sehr lange überhaupt irgendwo hinzukommen.
01:03:17: Und heute könnte ich schon in Deutschland sein noch bevor sie morgen früh überhaupt aufgestanden sind.
01:03:23: Die Welt ist viel kleiner geworden und das ist für mich das große Vermächtnis von William Bowling.
01:03:29: Er ist der Mann, der die Welt geschrumpft
01:03:31: hat.".
01:03:35: Ich kann sagen, dass ich ganz vor bin.
01:03:36: Dass William Boeing die Welt wie David Williams sagt etwas kleiner gemacht hat.
01:03:41: Denn ich bin immer schon gern gereist und Airbus und Boeing bilden ja heute so eine Art Du-Pol im Bereich Großraumflugzeuge.
01:03:49: Das heißt also das ich wahrscheinlich bei ungefähr der Hälfte meiner Flüge in einer Boeing gesessen habe.
01:03:54: Ja,
01:03:54: die weitere Geschichte von Boeing, also von dem Teil des Unternehmens, der noch übrig bleibt unter dem Namen Boeing und Flugzeug gebaut ist Turbulent.
01:04:02: Also es ist vielleicht auch zu verbinden mit der Geschichte der modernen Zivil-Luftfahrt generell.
01:04:07: Es gibt jedenfalls viele Höhen und Tiefen, wenn sie sich dafür interessieren wie die Geschichte weiter ging dann empfehlen wir ihnen mal auf vivo.de zu surfen.
01:04:16: Genau und falls Sie kein Vivo-Apo haben dann können Sie das mal testen vier Wochen lang für ein Euro.
01:04:21: mehr dazu finden Sie in den Shownotes.
01:04:24: Danke Tobi für diese interessante Folge!
01:04:26: Danke Anna
01:04:27: Und wir hören uns in zwei Wochen wieder.
01:04:29: bis dahin tüss An dieser Folge haben mitgearbeitet.
01:04:53: Reaktion Tobias Gürtler, Anna Höhnscheid.
01:04:56: Sounddesign Lukas Tepler
01:04:58: Musik Christian Heinemann
01:05:00: Sprecher Thomas Balou Martin.
01:05:02: Weitere Stimmen
01:05:03: Stefanie Brinkmann Jana Castor
01:05:05: Leona Dunke
01:05:06: Alexander Möte
01:05:07: Juliana Reyes Nova
01:05:09: Miriam Schklar
01:05:10: Philipp Welter
01:05:12: Dominik Zubel.
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