Die Persil-Story
Wie ein Waschmittel zur Kultmarke wurde – eine Geschichte von Reklame, Walfang und Zeitgeist zwischen Kaiserreich und Konsumgesellschaft.
Wie ein Waschmittel zur Kultmarke wurde – eine Geschichte von Reklame, Walfang und Zeitgeist zwischen Kaiserreich und Konsumgesellschaft.
Persil, Grundig, Playmobil: Viele Marken sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – sie sind Teil unseres Lebens geworden. Sie prägen die Wirtschaft und erobern die Welt. Davon erzählen wir in der neuen Staffel WiWo History | Marken & Mythen.
Wir sprechen über Ideen, die zu großen Unternehmen wurden, von Gründern und ihren Durchbrüchen, von Pionieren und ihren Patenten. Aber auch von: Streit, Fehlern, Pleiten und Familiendramen.
Ab 10. Mai blicken wir jeden zweiten Samstag hinter die Kulissen.
Thérèse Humbert galt als eine der reichsten Frauen Frankreichs. Doch ihr Leben war eine meisterhaft inszenierte Seifenoper, bis ihre Täuschung aufflog.
Frank Abagnale gab sich als Pilot aus, fälschte Schecks - und trickste so Banken und Fluggesellschaften aus. Sein Leben inspirierte Hollywood und den Broadway.
MacGregor lockte Auswanderer mit der Aussicht auf eine bessere Zukunft ins paradiesische Poyais, fand Investoren und wurde reich. Doch das Land existierte nie.
Cassie Chadwick erschlich sich mit Lügen und Dreistigkeit Millionen, indem sie sich als uneheliche Tochter von Andrew Carnegie ausgab – bis alles aufflog.
Bernie Madoff war ein erfolgreicher Börsenmakler, dem viele Menschen vertrauten. Doch dann löste er einen der größten Skandale der Wall Street aus.
Es ist das „Vergoldete Zeitalter“, wie Mark Twain es nennt: Ende des 19. Jahrhunderts verwandeln sich die USA allmählich in eine wirtschaftliche Weltmacht. Und einige Amerikaner werden innerhalb kürzester Zeit sagenhaft reich.
Sarah Howe allerdings nicht. Sie verdient als Wahrsagerin pro Sitzung 25 Cent. Doch sie will mehr, viel mehr, egal wie. Beobachter schreiben ihr später eine krankhaft gestörte Wahrnehmung von Richtig und Falsch zu.
Und so gründet sie ein Unternehmen, bei dem alleinstehende Frauen ohne eigenes Haus ihr Erspartes anlegen können. Ihr Versprechen: stolze 8 Prozent Rendite im Monat. Doch das Anlagekonzept von „The Ladies’ Deposit“ bleibt völlig unklar...
Der Portugiese Alves Reis hob das Geldfälschen vor genau 100 Jahren auf ein ganz neues Level: Er fälschte nicht das Geld selbst, sondern bereits die Druckaufträge zur Herstellung von 500-Escudo-Scheinen. So gelang es ihm, dass eine offizielle Notenbankdruckerei in London für ihn echtes Geld druckte.
Mithilfe seiner eigens gegründeten Bank brachte Reis einen Großteil dieser Banknoten in Umlauf, vergab Kredite und investierte selbst in Geschäfte. Doch er wollte mehr: Nach und nach begann er, die Aktien der portugiesischen Zentralbank aufzukaufen, die damals zur Hälfte in Privatbesitz war. Sein Ziel: die Kontrolle über die Notenbank zu gewinnen – um seinen Betrug...
Adele Spitzeder, eine gescheiterte Schauspielerin, hat ihr letztes Geld am Roulettetisch verzockt. Um ihren dekadenten Lebensstil zu halten, muss sie sich Geld leihen, zahlt dabei die immer höheren Zinsen mit neuen Krediten ab. Bis sie die Idee hat, einfach anderer Leute Geld einzusammeln. Gegen ein Zinsversprechen von stolzen 30 Prozent. Zinsen, die sie wiederum finanziert, indem sie anderer Leute Geld einsammelt. Und so weiter. Die Spitzedersche Privatbank ist geboren. Und das erste aktenkundige Schneeballsystem der Welt. Dem späteren Namensgeber des identisch funktionierenden „Ponzi-Schemes“, Charles Ponzi, ist Spitzeder stolze 50 Jahre voraus.
Sie wird in Bayern eine zeitlang wie eine Heilige...